Willkommen bei unserem großen Winterreifen Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Winterreifen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher zu machen und dir dabei helfen, die für dich besten Winterreifen zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Winterreifen kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Winter- und Ganzjahresreifen geben bei niedrigen Temperaturen, Schnee und Eisglätte den optimalen Grip und sorgen so für maximale Sicherheit.
  • Dank einer weicheren Gummimischung können Winterreifen tieferen Temperaturen gut standhalten und neben dem tiefen Profil haben sie auch Lamellen, in denen sich Schnee fängt.
  • Winterreifen sind bei winterlichen Wetterverhältnissen in Deutschland Pflicht. Daher muss jeder Winter- oder Ganzjahresreifen laut Gesetz mit der Kennzeichnung „M+S“ versehen sein.

Winterreifen Test: Das Ranking

Platz 1: ContiWinterContact TS 850

Der Reifenspezialist Continental hat das Modell ContiWinterContact TS 850 für schwierige winterliche Verhältnisse entwickelt. Mit zahlreichen Lammelen und Blockkanten verspricht er eine bessere Traktion auf eis- und schneebedeckten Fahrbahnen. Lese im Anschluss, ob er hält was er verspricht.

Redaktionelle Einschätzung

Testergebnisse für Grip bei Schnee, Nässe und Trockenheit / Laufleistung und Verschleiß / Kraftstoffeinsparung / Notlaufeigenschaft / Abrollgeräusch

Der Continental ContiWinterContact TS 850 ist der Gewinner beim AutoBild Winterreifentest 2015.

Er überzeugt in den Kategorien Grip bei Schnee, Nässe und Trockenheit gewissenhaft und zeigt exzellente Leistungen. Auf schneebedeckter Fahrbahn glänzt der Continental mit einer glatten Eins in Traktion, Bremsen, Handling und beim Slalom. Dank eines hohen Lamellierungsgrades durchbrechen zusätzliche Lamellenkanten ähnlich einem Scheibenwischer den auf Eis entstehenden dünnen Wasserfilm.

Das Resultat: Durch hervorragende Bremsleistung kommst du schneller zum Stehen. Auch bei Nässe gefällt der ContiWinterContact TS 850. Kurven-Aquaplaning und Handling sind sehr gut. Insgesamt fällt der Test bei Trockenheit, Nässe, Schnee und Eis gleich gut aus. Das bestätigt auch der ADAC mit einem „gut“ in allen Kategorien.

Durch den Einsatz einer härteren Gummimischung sowie eines zusätzlichen Wulstverstärkers können Querkräfte beim Lenken besser übertragen werden. Die Verlustenergie beim Ein- und Ausfedern fällt durch einen flexibleren Seitenwandbereich geringer aus.

Das ermöglicht ein spürbar komfortableres Fahrgefühl, perfektes Handling und einen geringeren Rollwiderstand, was widerrum für mehr Laufleistung und weniger Verschleiß führt. Der ADAC gab in der Kategorie „Verschleiß“ ein „gut“ bis „sehr gut“.

Der Winterreifen besitzt die Kraftstoffeffizienzklasse C, was vergleichbar mit gleichwertigen Reifen der Konkurrenz ist. Die Klasse C besagt, dass gegenüber von der Klasse A 0,2 Liter eingespart werden können. Der ADAC bewertete den Kraftstoffverbrauch als „gut“ ein.

Der Continental ContiWinterContact TS 850 ist kein Runflatreifen und hat infolgedessen auch keine Notlaufeigenschaften.

Die Abrollgeräusche des Winterreifen liegen bei 71 bis 72 db (je nach Ausführung) und entsprechen der Rollgeräuschklasse 2.

Auswahl an Reifenmaßen / Fahrstil / Einsatzgebiete

Continental bietet für diesen Winterreifen elf verschiedene Größen an Breiten und acht verschiedene Querschnittsgrößen an. Die Auswahl ist groß genug und sollte auf fast jeden PKW passen.

Der Reifen ist für einen normale Fahrsituationen gebaut. Eis, Schnee und Nässe sind kein Problem. Obwohl er nicht spezifisch für sportliches Fahrverhalten gebaut wurde (dafür gibt es den WinterContact TS 850 P), begeistert er trotzdem bei einzelnen sportiven Situationen.

Da der Continental ContiWinterContact TS 850 ein richtiger Allrounder-Winterreifen ist, ist er zuverlässig in Gebieten mit viel Schnee, Eis und Matsch. Die einzigartige Mischung führt zu sicherer Bodenhaftung auch auf den schwierigsten Fahrbahnoberflächen und liefert hervorragende Bremsleistung.

Preis

Wie bei allen Reifenherstellern unterscheiden sich die Preise aufgrund ihrer Ausgestaltung. Je nach Breite, Reifendurchmesser, Lastindex, Geschwindigkeitsindex, Geräuschklasse und Kraftstoffeffizienzklasse variieren die Preise.

Preislich gesehen ist aber der ContiWintercontact TS 850 einer der teureren Winterreifen im Vergleich zu den Konkurrenten. Dennoch ist es empfehlenswert in dieses Modell zu investieren, wenn man bei extremen Winterverhältnissen einen stabilen und sicheren Grip möchte.

Kundenbewertungen

Der Continental ContiWinterContact TS 850 wird derzeit von 99% aller Rezensenten mit einer positiven Wertung, also entweder mit vier oder sogar mit fünf Sternen, bewertet

Besonders hervorgehoben wird dabei:

  • Leise Abrollgeräusche
  • Bremsverhalten auf nasser Fahrbahn
  • Starker Grip bei Schnee und Eis

Die leisen Abrollgeräusche von 72 db und und das gute Bremsverhalten bei Nässe zeichnen den Continental ContiWinterContact TS 850 aus. Zusätzlich ist er für extreme Winterverhältnisse bestens geeignet. Der feste Grip auf Schee und bei Eisglätte garantieren ein sicheres und schnelles Vorankommen.

Negativ bewertet wird von 1% aller Rezensenten, dass die Reifen wohl in unterschiedlichen Ländern hergestellt werden. Continental produziert aus wirtschaftlichen Gründen seine Reifen in verschiedenen Ländern, dies hat aber auf die Qualität der Reifen keinen Einfluss.

“FAQ”

Enthält der Reifen das Schneeflockensymbol?

Ja.

Das Schneeflockensymbol auf Reifen (auch genannt Bergpiktogramm mit Schneeflocke oder Alpine-Symbol), ist die Kennzeichnung für eine vereinheitlichte Prüfung mit definierten Kriterien, bei dem der Reifen mit einem standardisierten Reifen verglichen wird.

Erreichen die getesteten Reifen eine Mindesttraktion auf Schnee und Eis erhalten sie das Schneeflockensymbol. Diese Reifen haben die optimalen Eigenschaften für winterliche Wetterverhältnisse und beschleunigen auf Schnee und Eis etwa 10 % besser als Reifen ohne Schneeflockensymbol.

Was bedeutet SF TL?

SF bedeutet Stickstoff Filling (Reifengas)

Wenn man sich dazu entscheidet das spezielle Reifengas zu füllen, müssen die Ventilkappen zur Kennzeichnung grün sein. Es kann allerdings auch ganz normale Luft in die Reifen gefüllt werden. Dann ist keine Kennzeichnung durch grüne Kappen notwendig.

TL bedeutet Tubeless

Pkw-Reifen sind üblicherweise „Schlauchlos“-Typen. Das Einziehen eines Schlauches ist nicht nur überflüssig, es ist – von wenige Ausnahmen abgesehen – nicht zulässig.

Sind Felgen inklusive?

Das kommt auf den Verkäufer an. Einige Hersteller verkaufen ihre Reifen ohne Felgen, andere bieten sie als Kompletträder an.

Darf man Schneeketten auf die Reifen montieren?

Ja, das ist kein Problem.

Haben die Reifen ein Reifendruckkontrollsystem?

Nein. Diese Variante steht leider nicht zur Verfügung.

Wo kann ich die Reifen montieren lassen?

Grundsätzlich kann jede Fachwerkstatt die Reifen montieren.

Platz 2: Michelin CrossClimate

Der Michelin CrossClimate wird als „Sommerreifen, der ein Winterreifen ist“ angepriesen.

Redaktionelle Einschätzung

Testergebnisse für Grip bei Schnee, Nässe und Trockenheit / Laufleistung und Verschleiß / Kraftstoffeinsparung / Notlaufeigenschaft / Abrollgeräusch

Der Michelin CrossClimate wird vom Magazin „AutoBild“ mit einem „vorbildlich“ ausgezeichnet und ist der Testsieger im Ganzjahresreifentest 2016. Als erster Sommerreifen ist er auch im Winter zugelassen.

Der CrossClimate ist ein echtes Allroundtalent und zeichnet sich insbesondere durch drei Eigenschaften aus: Einen kurzen Bremsweg auf trockener Straße und auf nasser Fahrbahn Verzögerungswerte, die an einen Sommerreifen heranreichen.

Ein nach der europäischen Reifenkennzeichnung als „A“ eingestuftes Bremsverhalten auf nasser Fahrbahn und das „3PMSF“-Symbol (Three Peak Mountain Snow Flake), das die Verwendung auch dort erlaubt, wo der Gesetzgeber Winterräder vorschreibt.

Der Michelin CrossClimate ist dabei auf ziemlich jede Situation vorbereitet. Auch wenn innerhalb weniger Stunden winterliche Verhältnisse eintreten, können mitteleuropäische Autofahrer sicher sein, mit dem richtigen Reifen unterwegs zu sein.

Damit kommt Michelin dem Wunsch vieler Autofahrer in gemäßigten Klimaregionen entgegen, auf den saisonalen Reifen- oder Räderwechsel zu verzichten. Bewohnern von Regionen, die oft mit Schnee und Glatteis konfrontiert sind, empfehlen wir weiterhin Winterreifen, die eigens für diese Bedingungen entwickelt wurden.

Nur beim Bremsen auf Schnee hat der Ganzjahresreifen noch Verbesserungspotential.
Außerdem überzeugt er mit einem präzisem Lenkansprechen und einer hohen Kilometerleistung. Zudem verleiht ihm AutoBild den Titel „Eco-Meister 2016“, denn der Reifen von Michelin hat im Test zum Kostenkapital die höchsten Werte in der kalkulierten Laufleistung in Kilometern und damit einen geringen Verschleiß.

Mit einer Kraftstoffeffizienzklasse C ist der Michelin CrossClimate in einem sehr effizienten Bereich und ist verglichen zum Konkurrenzhersteller Goodyear Vector 4Seasons und Nexen N´Priz 4S deutlich sparsamer.

Die Beimischung von Silicia hilft die Erwärmung der Lauffläche gering zu halten und somit den Kraftstoffverbrauch in Grenzen zu halten. Bei einem Reifen der die Klasse C aufweist wie der Michelin, wird auf 1000 km 1,2 Liter an Kraftstoff verbraucht.

Der Michelin CrossClimate ist kein Runflatreifen und besitzt daher auch keine Notlaufeigenschaften.

Durch sein leichtes Fahrverhalten und der geringen Abrollgeräsuche von 68 dB ist der Michelin CrossClimate ein laufruhiger Gefährte und im Vergleich zu anderen gleichwertigen Reifen etwas leiser.

Auswahl an Reifenmaßen / Fahrstil / Einsatzgebiete

Den Michelin CrossClimate gibt es in neun verschiedenen Breiten und sieben verschiedenen Querschnittsgrößen. Dies hat den Vorteil, dass die Reifen auf viele gängige Fahrzeuge passen.

Durch seine hohe Traktionsfähigkeit und einem Geschwindigkeitsindex V (bis zu 240 km/h) ist der Michelin CrossClimate für sportliche und schnelle Fahrstile bestens geeignet.

Da der Michelin CrossClimate ein Ganzjahresreifen ist, geht aus diesem Grund die Nutzungs-Empfehlung für die Reifen dahin, diese in Regionen mit nicht allzu starken Witterungsschwankungen zu wählen.

Preis

Preislich gesehen ist der Michelin CrossClimate im Mittelfeld des Ganzjahresreifensegments.

Je nach Ausführung der Reifen sind diese günstiger oder teurer. Generell gilt: Je höher der Geschwindigkeits- und Lastindex, desto teurer der Reifen. Nur die Konkurrenten „Vredestein“ und „Nexen“ bieten einen noch günstigeren Preis an.

Kundenbewertungen

99% der Rezensenten vergaben vier oder fünf Sterne für den Michelin CrossClimate.

Besonders hervorgehoben wurden:

  • Universaltalent im Sommer sowie im Winter
  • Bester Grip bei Nässe
  • Leise Abrollgeräusche
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • hohe Laufleistung

Die Rezesenten loben insbesondere, wie leise der Winterreifen über die Straßen rollt. Mit einer externen Rollgeräuschklasse 1 ist das auch kaum wunderlich. Insbesondere der gute Grip bei Nässe begeistert die Kunden. Bei den Bewertungen fiel auch auf, dass viele ihre Reifen schon über mehrere tausend Kilometer gefahren sind und sich noch kaum Verschleißspuren gezeigt haben. Daher auch die gute Bewertung in Sachen hoher Laufleistung.

Zum Schluss ist noch zu erwähnen, dass durch die angebotene Leistung (Sommer- und Winterreifen zugleich) ein angemessener Preis zu bezahlen ist. Selbstverständlich ist der Michelin CrossClimate nicht für Bergregionen im Winter gedacht, aber das wird auch von den Käufer nicht erwartet.

Lediglich eine Kundin bewertete den Reifen mit nur drei Sternen.

Sie bemängelte den schnellen Verschleiß Ihrer Reifen. Diese waren nach 20.000 Kilometern an der Warnmarke angekommen. Dies ist für einen Reifen sehr ungewöhnlich. Ein so extrem schneller Verschleiß kommt wohl eher daher, wenn die Reifen außergewöhnlich viel gefahren worden sind in Kombination von Hitze und schlechter Asphaltierung.

Da es auch nur eine Kundin war, die dies bemängelte, überzeugt der Ganzjahresreifen von Michelin CrossClimate dennoch in allen Punkten.

“FAQ”

Die Reifen haben kein „M+S“-Label – darf ich im Winter trotzdem damit fahren?

Ja – die Reifen werden von Michelin als Sommerreifen bezeichnet, sind aber Ganzjahresreifen und dürfen im Winter benutzt werden, da es mit dem Schneeflockensymbol gekennzeichnet ist, das für das deutsch Winterreifengesetz Pflicht ist.

Sind die Reifen laufrichtungsgebunden?

Ja. Bei Winterreifen ist die exakte Montage besonders wichtig, damit das Profil auf matschiger und glatter Fahrbahn richtig greifen kann.

Haben die Reifen einen Reifendrucksensor?

Nein. Grundsätzlich habe nur die Felgen einen Sensor, nicht die Reifen.

Mein Pkw hat eine Höchstgeschwindigkeit von 226 km/h und ist mit W-Reifen ausgeliefert. Kann ich trotzdem den Geschwindigkeitsindex V nehmen?

Der Geschwindigkeitsindex W oder höher sind zulässig. Ein niedriger Index ist unzulässig.

Platz 3: Goodyear UltraGrip 9

Goodyear liefert mit dem UltraGrip 9 einen Winterreifen für Fahrzeuge der Kompakt- und Mittelklasse. Nach Angabe des amerikanischen Reifenherstellers zeichnet sich der UltraGrip 9 im Vergleich zu früheren Modellen durch ein verbessertes Handling sowie bessere Brems- und Traktionseigenschaften auf Schnee aus.

Der neue Winterreifen verspricht sicheres Fahrverhalten bei Schnee, Nässe und auf trockener Fahrbahn sowie besseres Fahrverhalten bei Aquaplaning.

Redaktionelle Einschätzung

Testergebnisse für Grip bei Schnee, Nässe und Trockenheit / Laufleistung und Verschleiß / Kraftstoffeinsparung / Notlaufeigenschaft / Abrollgeräusch

Der ADAC testete im Jahr 2016 den Goodyear UltraGrip 9 in dem großen jährlichen ADAC-Wintertest – und schnitt erstaunlich gut ab. Die Ergebnisse lassen sich sehen:

Ein „Sehr gut“ sicherte sich der Goodyear UltraGrip 9 beim Fahrverhalten auf Schnee. Sehr gute Brems-, Handling- und Traktionseigenschaften bestätigten die ADAC-Experten dem Goodyear-Reifen. Für die guten Fahreigenschaften sorgen flexible, weiche 2D-Lamellen. Zudem sind im Mittelbereich des Reifens die Profilblöcke unterschiedlich breit. So kann der Schnee besser aus der Fahrspur gedrängt werden, wodurch die Traktion erheblich verbessert wird.

Dafür, dass der Winterreifen auch auf Eis einen sicheren Grip bietet, sorgt die quadratische Aufstandsfläche mit einer hohen Dichte von Lamellen. Dieser Reifenaufbau hilft dabei, den Wasserfilm auf vereisten Fahrbahnen zu durchbrechen und eine bessere Haftung zu erreichen. In der Praxis bedeutet dies: kürzere Bremswege und eine bessere Fahrkontrolle.

Der Goodyear UltraGrip 9 überzeugte zudem durch seine vergleichsweise geringe Geräuschentwicklung. Das externe Geräusch liegt mit 69 dB im mittleren Bereich.

Einen Topwert erzielte der Reifen auch beim Spritverbrauch. Klassifiziert ist das Modell in der Mittelklasse C. Das macht den Goodyear vor allem für Vielfahrer interessant, denn was viele nicht wissen: Reifen sind für bis zu 20% des Spritverbrauchs verantwortlich.

Der Goodyear UltraGrip 9 konnte also bei allen Testkriterien überzeugen und sich so den Testsieg mit der Note „gut“ sichern. Somit lautet das Urteil der ADAC-Experten: „Sehr ausgewogener Winterreifen mit Bestnote beim Spritverbrauch, besonders gut auf Schnee, gut auch auf Nässe“.

Der Goodyear UltraGrip 9 ist wie sein Vorgänger der UltraGrip 8 kein Runflatreifen und besitzt keine Notlaufeigenschaften.

Auswahl an Reifenmaßen / Fahrstil / Einsatzgebiete

Die Auswahl an Reifenmaßen beschränkt sich auf sechs Breitengrößen und vier Querschnittsgrößen. Diese reichen von 155 mm bis 205 mm und bei den Querschnittsgrößen von 55 mm bis 70 mm.

Der Fahrstil reicht von umsichtig, komfortabel bis hin zu sportlich. Durch die gute Traktion bei Nässe gelingen sogar scharfe Kurvenfahrten.

Dieser Winterreifen erlaubt Fahrten im Flachland bei Schnee und Eis und in Bergregionen, selbst Berghänge sind kein Problem. Da die Bodenhaftung sehr groß ist bei diesem Modell, ist es ratsam nur bei kalten Temperaturen zu fahren, da sonst der Reifen förmlich auf der Straße kleben würde. Er ist schließlich kein Ganzjahresreifen oder gar Sommerreifen.

Preis

Den Goodyear UltraGrip 9 erhält man schon ab 47 Euro und spielt im Mittelfeld. Teurer wird es mit weiteren Ausführungen, vor allem bei den Geschwindigkeitsindexen.

Kundenbewertungen

79% aller Rezensenten stimmten für den Goodyear UltraGrip 9 mit vier oder fünf Sternen ab.

Positiv bewertet wurden folgende Faktoren:

  • Guter Grip bei allen Wetterverhältnissen
  • Gute Kurvenlage
  • Leises Abrollgeräusch

Das ein Winterreifen in allen Wetterlagen (zumindest im Winter) exzellent sein sollte, ist keine Frage. Das bestätigen jetzt die Amazon-Käufer. Der UltraGrip 9 bewährt sich bei Schnee, Eis, trockener und nasser Fahrbahn. Kein Rutschen, kein schwammiges Fahrverhalten – es scheint so, der UltraGrip 9 besteht auch den Praxistest im Alltag.

Die Kunden erwähnen auch insbesondere beim schnellen Fahren in der Kurve gutes Liegen und Stabilität. Das Fahrzeug bricht nicht aus – schwer bei Schnee und Matsch. Selbst das Anfahren im Schnee ist für den Goodyear UltraGrip 9 kein Problem.

Fast alle Käufer erwähnten auch, wie leise das Fahrzeug über die Straße gleitet. Bei 69 dB auch kein Wunder. Dies ist durch die weiche Gummimischung möglich. Anscheinend ist das ein Faktor worauf die Kunden viel Wert legen.

Die restlichen 21% der Rezensenten vergaben zwei und drei Sterne.

Hier ist auch wieder zu erwähnen, dass der Großteil Probleme mit dem Produktionsdatum der Reifen hatten. Der Händler verschickte Reifen, die über ein Jahr alt sind. Da die Langlebigkeit nicht nur von der Profiltiefe und eventueller Beschädigungen abhängig ist, sondern auch von dem Alter der Gummimischung, ist dieser Aspekt sehr wichtig.

Gummi (und der restliche Bestandteil Silicia) werden nach einiger Zeit porös, auch wenn sie nur in der Garage gelagert werden. Das Material hat ein Ablaufdatum – das liegt bei Winterreifen bei ca. sechs Jahren. Diese negativen Bewertungen haben aber nichts mit der Qualität von Goodyear zu tun, sondern sind ganz und allein Thema des Händlers und tut hier nichts zur Sache.

Ein Kunde berichtete über ein schwammiges Fahrverhalten bei den ersten 300 Kilometer. Ein anderer Kunde erzählte über ein lautes Abrollgeräusch nach ca. 4000 Kilometer, was auf einen schnellen Verschleiß hindeuten könnte. Allerdings sagt der Kunde nichts über die Profiltiefe oder Sonstiges. Wir denken, das sind Einzelfälle und können den UltraGrip 9 zweifellos weiterempfehlen.

“FAQ”

Welche Eigenschaften sind zwischen dem UltraGrip 8 und dem UltraGrip 9 zu unterscheiden?

Der UltraGrip 9 ist der Nachfolger des UltraGrip 8 und es gibt ihn in zwei leicht verschiedenen Profilausführungen, nämlich in „schmal“ und „breit“. Außerdem verringern neue hydrodynamische Rillen das Risiko für Aquaplanning.

Ist der Reifen mit dem Schneeflocken- und „M+S“-Symbol gekennzeichnet? 

Ja, bei Symbole sind auf dem Reifen gekennzeichnet und entsprechen der deutschen Straßenverkehrsordnung für winterliche Verhältnisse.

Platz 4: Vredestein Quatrac 5

Beim Vredestein Quatrac 5 gehen die Meinungen auseinander. Automagazine wie „AutoBild“, „AutoTest“, „Auto Straßenverkehr“ geben dem Ganzjahresreifen in den Jahren 2017 und 2016 ein maximal „befriedigend“ bis hin zu einem „bedingt empfehlenswert“.

2015 waren die Testergebnisse aber noch „gut“ – „AutoBild Allrad“ kürt den SUV-Reifen sogar 2015 zum „besten Ganzjahresreifen“. Was steckt dahinter? Wir haben recherchiert.

Redaktionelle Einschätzung

Testergebnisse für Grip bei Schnee, Nässe und Trockenheit / Laufleistung und Verschleiß / Kraftstoffeinsparung / Notlaufeigenschaft / Abrollgeräusch

Testergebnis im Jahr 2015: Der Reifen erzielte ausgezeichnete Ergebnisse für alle sicherheitsrelevanten Komponenten und besonders die Performance auf Schnee wurde vom Magazin gewürdigt. Das Fazit des Tests lautete: hervorragende Eigenschaften auf Schnee, ordentlicher Grip auf trockener und nasser Fahrbahn sowie sehr niedriger Rollwiderstand. Der Reifen reagiert fast so gut wie ein Winterreifen.

Durch den geringen Rollwiderstand entsteht weniger Reibung zwischen Straße und Reifen und bewirkt somit eine höhere Laufleistung, weniger Verschleiß und eine größere Kraftstoffeinsparung.

2016 und 2017 wurde der Reifen erneut getestet. Diesmal mit einem ganz anderen Ergebnis:

Bemängelt wurden diesmal mäßige Schneeeigenschaften und verlängerte Trockenbremswege. Auch auf nasser Fahrbahn gab es nur die Note „durchschnittlich“.

Lediglich bei der Kraftstoffeinsparung und dem Verschleiß gab es die Note „gut“, was dem Testergebnis vom Jahr 2015 entspricht.

Das die Leistungen bei Trockenheit, Nässe und Schnee innerhalb von wenigen Jahre so auseinander gehen, liegt wahrscheinlich daran, dass Vredestein eine neues Profil entwickelt hat, das anscheinend nicht besser sondern schlechter ist.

Wie auch sein Bruder der Quatrac 3 besitzt dieser Reifen keine Notlaufeigenschaften.

Bei einem externen Abrollgeräusch von 69 dB ist der SUV-Ganzjahresreifen ein wahres Kätzchen. Das lobten auch die unabhängigen Prüfer von „AutoBild Allrad“.

Auswahl an Reifenmaßen / Fahrstil / Einsatzgebiete

Obwohl der Quatrac 5 ein SUV-Ganzjahresreifen ist und daher ein Nischenprodukt, hat er erstaunlicherweise eine große Auswahl an Breiten und Querschnittsgrößen:

14 Breiten und 9 Querschnittsgrößen (und unglaubliche 38 verschiedene Lastindexe! – was bei einem Offroadfahrzeug Standard sein sollte)

Mit diesen Reifen darf gefahren werden, was das Zeug hält. Ausgelegt auf Offroadstraßen, Schotterwege oder vollbepackt sind die Reifen wahre Talente, eine sichere Spur beizubehalten – bei trockener Fahrbahn. Lediglich bei Nässe gab es von den Prüfern ein „befriedigend“, sie bemängelten eine deutlich reduzierte Aquaplaningsicherheit. Da nach den Testberichten der Reifen auf nasser Fahrbahn weniger gut abschneidet, ist dieser Reifen in Regionen mit wenig Niederschlag besser geeignet.

Preis

Vredestein geht preislich immer höher, je größer der Reifen ist.

Ein Quatro 5 Reifen mit einer Breite von 155 mm (was die zweitkleinste Ausführung ist) ist mit 33 Euro bepreist. Da aber die meisten SUV bei einer Breite von 255 mm anfangen, ist man schon ab 118 Euro pro Reifen dabei. Die zwei Hinterräder sind dann in der Regel auch noch eine Breitengröße größer, sodass diese dann nochmal teurer sind. Insgesamt keine günstige Anschaffung.

Wenn man aber bedenkt, dass ein zweiter (teurer) Satz Reifen (Sommer oder Winter) nicht zusätzlich gekauft werden muss, spart man einiges an Geld (zumal auch in Sachen Verschleiß der Reifen gut abschneidet)

Alles in Allem kein schlechter Offroad-Ganzjahresreifen. Wen die letzten Testberichte abschrecken, kann auf den aktuellen abwarten, meist werden diese halbjährlich bis jährlich von den unabhängigen Automagazinen gemacht.

Kundenbewertungen
Wie bereits oben erwähnt gehen die Meinungen zum Vredestein Quatrad 5 auseinander – die der aktuellen Testberichte und die der Käufer. Schauen wir uns die Bewertungen von den Amazon-Kunden an:

99% gaben fünf Sterne, der restliche 1% vergab vier Sterne. Das ist ein klarer Sieger in den Augen der Käufer.

Besonders positiv erwähnt wurden:

  • der gute Grip auch bei Nässe
  • die Kraftstoffeinsparung
  • und die leisen Abrollgeräusche

Hier siehst du dass abgesehen von dem guten Grip bei Nässe, alle Eigenschaften den Testberichten gleich stehen. Die Kraftstoffeinsparung und das leise Fahren wurde dort schon positiv erwähnt. Überraschenderweise aber bemängelte keiner den „geringen Schutz vor Aquaplaning“ – ganz im Gegenteil, einige berichteten von „rutschfest bei Nässe“ oder „sicher bei sogar Sinflutartigem Regen“.

“FAQ”

Hat der Reifen eine M+S- und Schneeflockenkennzeichnung ?

Ja, der Reifen hat beide Kennzeichnungen.

Gibt es die Reifen auch als Kompletträder?

Ja – je nach Verkäufer gibt es die Räder auch auf Felge. Vredestein selber verkauft sie in beiden Varianten.

Sind die Reifen laufrichtungsgebunden?

Nein, bei der Montage ist lediglich auf Innen- und Außenseite zu achten. Der blaue Ring muss beim Aufziehen außen sein, nur so sind sie richtig angebracht.

Sind die Reifen mit einem automatischen Reifendruckkontrollsystem kompatibel?

Ja, die Druckkontrolle ist nicht fabrikatsbhängig. Die Kontrolleinheit ist auf der Felge montiert und kontrolliert den Druck. Grundsätzlich kann jeder Reifen mit einer Felge mit Reifendrucksensoren montiert werden, vorausgesetzt das Fahrzeug verfügt über ein entsprechendes Reifendruckkontrollsystem.

Was ist der Unterschied zwischen dem Quatrac 3 und dem Quatrac 5?

Der Quatrac 5 ist das Nachfolgemodel von dem Quatrac 3. Das Nachfolgemodel hat bessere Fahreigenschaften wie besserer Grip auf nasser Fahrbahn, bessere Spurstabilität und höher Traktion bei Schnee und Glätte.

Platz 5: Goodyear Ultra Grip 8

Wenn Du einen zuverlässigen und anspruchsvollen High-Performance-Reifen für den Winter suchst, wird dir der Goodyear Ultra Grip 8 gefallen. In den nächsten Abschnitten werden seine Schwächen und Stärken herausgefiltert und seine wahren Leistungseigenschaften an Licht gebracht.

Redaktionelle Einschätzung

Testergebnisse für Grip bei Schnee, Nässe und Trockenheit / Laufleistung und Verschleiß / Kraftstoffeinsparung / Notlaufeigenschaft / Abrollgeräusch

Der Goodyear Ultra Grip 8 überzeugte den ADAC bei seinen Winterreifentests mit einem guten Ergebnis und einer tollen Note 2,3. Außer bei der Geräuschkulisse, die mit 3,5 abschnitt, bekam der Reifen in allen Belangen gute Werte zugesprochen.

Gerade bei Neuschnee oder Tauwetter sind manche Reifen mit dem sich schnell ändernden Straßenbelag überfordert. Der Goodyear hingegen meistert jederzeit souverän alle wechselnden und schwierigen Wetterumstände – auch in Kurvenfahrten und bei hohen Geschwindigkeiten. Durch seine extrem soliden und steifen Profilblöcke benötigt dieser Goodyear trotz seiner Spezifikation für Winterwetter auch bei trockenen und nassen Fahrbahnen nur kurze Bremswege.

Sein Handling ist auch bei extremen Wetterbedingungen immer zuverlässig, seine Leistung auf schwierigen und vereisten Straßen ausgezeichnet. Sein außergewöhnliches Reifenprofil verleiht ihm eine unglaubliche Sicherheit mit bester Haftung und jederzeit souveränem Handling. Auch bei Aquaplaning weist dieser US-Reifen eine hohe Beständigkeit auf und überrascht mit allzeit kurzen Bremswegen.

Dazu ist sein Design besonders kraftstoffeffizient und verschleißresistent konzipiert, so dass Sie von einer langen Lebensdauer und großen Wirtschaftlichkeit profitieren. Nicht umsonst verlieh im die AutoBild mit dem Testsiegel „vorbildlich“ einen besonderen Ritterschlag.

Und nicht nur das – im Vergleich zu seinem Vorgängermodell wurde das Aquaplaning-Risiko um 16 Prozent minimiert. Durch die verfeinerte Karkassen-Struktur wurde zudem der Kraftstoffverbrauch weiter gesenkt. Und du als Autofahrer kannst dich bei diesem Winterreifen auf ein hohes Maß an Sicherheit auf allen Wegen verlassen.

Auswahl an Reifenmaßen / Fahrstil / Einsatzgebiete

Der Goodyear Ultra Grip kommt in sieben verschiedenen Breitenausführungen und vier verschiedenen Querschnittsgrößen.

Durch seine starke Lammelierung überzeugt der Ultragrip 8 auch bei sportivem Fahren, obwohl er nicht explizit dafür ausgeschrieben ist. Die Spurstabilität ist excellent bei scharfen Kurven und starken Abbremsen.

Auch deswegen ist der Goodyear Ultraprip 8 für extreme Winterverhältnisse wie geschaffen und ist für Bergregionen wie auch für Flachland empfehlenswert.

Preis

Preislich befindet sich der Goodyear Ultragrip 8 zwischen einer großen Preisspanne. Anfangspreise von den kleineren Modellen wie 34 Euro bis hin zu den größeren mit besseren Ausführungen wie 127 Euro – es ist alles dabei.

Vieles ist von der zugelassenen Größe der Reifen für das Fahrzeug abhängig, wer aber eine bessere Kraftstoffeffizienzklasse oder Nasshaftungsklasse haben möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Qualität (oder Sicherheit) hat hier seinen Preis.

Kundenbewertungen

84% der Rezensenten beurteilten den Goodyear Ultragrip 8 als „sehr gut“ und vergaben voll fünf Sterne.

Insbesondere lobten sie:

  • die leisen Abrollgeräusche
  • die gute Traktionssicherheit
  • den guten Grip bei Nässe

Was die Abrollgeräusche angeht, waren sich alle einig: Sie waren leise. Sogar leiser als ein Kundes Sommerreifen. Wer darauf wert legt, ist mit dem Goodyear Ultragrip 8 bestens versorgt. Kein Wunder bei 69 dB. Die exzellente Traktionssicherheit wurde ebenfalls gelobt. Der Reifen machte in schwierigen Kurven keine Probleme. Bei Nässe überzeugt er auch die Rezensenten.

Die restlichen 16% gaben „nur“ vier Sterne, allerdings hatte da nichts mit der Qualiät der Reifen zu tun, sondern mit dem Transportdienstleister, der ältere Reifen geschickt hat. Daher ist laut den Käufern der Goodyear Ultraprip 8 uneingeschränkt empfehlenswert.

“FAQ”

Hat der Reifen einen Felgenschutz?

Ja, ein Felgenschutz ist integriert und schützt vor Beschädigungen beim Parken an der Bordsteinkante.

Ist der Reifen auch im Ausland zugelassen?

Ja, alle Reifen von Goodyear sind in Deutschland und im Ausland zugelassen. Sie haben keine besonderen Merkmale wie Spikes oder ähnliches.

Platz 6: Michelin Alpin 5

Der Michelin Alpin 5 ist ein Winterreifen mit einer Mission: gegen den stärksten Winter gewappnet sein. Das zumindest verspricht der Hersteller. Die Testergebnisse lassen sich sehen, die Kundenmeinung schneiden auch gut ab, allerdings muss der Kunde tief in die Tasche greifen und das bei einer kleinen Auswahl an Größen.

Redaktionelle Einschätzung

Testergebnisse für Grip bei Schnee, Nässe und Trockenheit / Laufleistung und Verschleiß / Kraftstoffeinsparung / Notlaufeigenschaft / Abrollgeräusch

Der Michelin Alpin 5 gehört unter den Premium-Winterreifen für Kompakt- und Mittelklasse-Fahrzeuge zur allerersten Wahl: Das Topmodell der Marke erhält Prädikat „Vorbildlich 2016“ im großen Reifentest der AutoBild.

Der Michelin Alpin 5 besitzt ein besonderes Profilmuster, welches bessere Traktion auf Schnee, größeren Widerstand bei Aquaplaning und eine höhere Lenkpräzision bietet. Er verfügt über Lamellen bis zum Profilgrund, sodass der Winterreifen über seine gesamte Lebensdauer hinweg, seine unterstützenden Eigenschaften beibehalten kann.

Die neue und innovative Laufflächenmischung des Michelin Alpin 5 verbessert die Eigenschaften des Reifens bei niedrigen Temperaturen. Der Grip auf nassen und schneebedeckten Straßen ist optimiert unter Beibehaltung einer hohen Energieeffizienz.

Seine größte Stärke zeigte der Michelin Alpin 5 auf Schnee: Sowohl in den Disziplinen Traktion und Bremsen als auch bei der Slalomfahrt überzeugte er einwandfrei. Als „Winterspezialist mit besten Schneeeigenschaften“ bezeichnet ihn daher die AutoBild. Auch auf nassem und trockenem Untergrund überzeugte der Michelin Alpin 5. Das Urteil der Fachzeitschrift: „stabiles Nass- und Trockenhandling, kurze Nassbremswege“.

Der Verschleiß verliert hier ein paar Punkte, hier hat die Konkurrenz Continental ContiWinterContact TS 850 gewonnen und lässt den Alpin 5 hinter sich. Die Langlebigkeit wird allerdings von den Kunden als besonders lang beschrieben.

Den Michelin Alpin 5 präsentiert sich in drei verschiedenen Kraftstoffeffizienzklassen: C, E und F. Testergebnisse zu Kraftstoffeinsparung liegen leider nicht vor.

Dieses Modell ist leider nicht mit Runflateigenschaften erhältlich. Runflatreifen bietet Michelin mit dem Aufdruck „ZP“ für Zero Pressure an.

Zum Schluss punktet der Michelin Alpin 5 mit einem besonders leisen Abrollgeräusch von 68 bis 71 dB je nach Reifenausführung und -breite.

Auswahl an Reifenmaßen / Fahrstil / Einsatzgebiete

Der Michelin Alpin 5 bietet sechs überschaubare Reifenbreiten und genauso viele Querschnittsgrößen an. Ziemlich überschaulich für einen Winterreifen von einer bekannten Marke.

Der Michelin Alpin 5 ist nicht explizit für eine bestimmte Fahrweise ausgeschrieben. Allerdings ist er für extremste Wetterbedingungen entwickelt worden (Michelin sagt von sich selber: „Sicherheit und Mobilität auch im strengsten Winter“). Daher ist es eindeutig, dass diese Reifen die härtesten Winterbedingungen schaffen (sollten) und Schnee und Eis keine Probleme darstellen sollte.

Preis

Michelin bewegt sich in der höheren Preiskategorie. Je nach Ausführung variieren die Preise zwischen 80 Euro und 180 Euro. Da die Auswahl der Breiten und Querschnittsgrößen nicht besonders groß ist, kann der Käufer zwischen den Preisen nicht viel wählen.

Kundenbewertungen

Besonder positiv erwähnten sie:

  • Guter Grip bei Nässe
  • Sehr leises Abrollgeräusch
  • Sparsam im Spritverbrauch
  • Lange Lebensdauer

Fast alle Rezensenten beurteilten den guten Grip auf trockener sowie auf nasser oder schneebedeckter Fahrbahn als „gut“ bis „sehr gut“. Die vielen Lammellen und Profilblöcke machen sich bezahlt. Auch die sehr leisen Abrollgeräusche begeisterten die meisten Beurteiler.

Über die Sparsamkeit des Kraftstoffes haben sich auch ein paar Käufer unterhalten, diese bewerteten sich auch mit „gut“, wird aber nicht als Hauptmerkmal angesehen. Dass die Reifen lange halten, berichten auch einige Käufer, die sie schon seit mehreren Monaten oder Jahren besitzen.

Negativ fielen folgende Punkte auf:

  • Schlechter Grip auf Hang
  • Zu hoher Preis

Eine Käuferin bemängelte den schlechten Halt auf einem Berghang. Sie rutschte regelrecht bei durchgedrückter Bremse den Hang hinunter. Dafür das Michelin den Reifen als Winterreifen für „extreme Winterverhältnisse“ anpreist, ist die Leistung sehr schlecht.

Außerdem finden viele den Preis zu hoch. Dennoch bemängeln sie den Preis nicht so sehr, dass sie den Reifen nicht kaufen würden (denn alle die den Preis bemängelt haben, haben volle Punktzahl gegeben). Es geht den Käufern eher darum, den Preis durch solche Kommentare und Feedback beim Hersteller zu drücken.

Der Hersteller geht aber nach seinem Absatz und dieser ist nach wie vor hoch. Die Kunden kaufen die Reifen auch trotz hoher Preise, weil sie mit der Performance zufrieden sind. Daher ist der Kritikpunkt „zu hoher Preis“ als vorsichtig anzusehen.

“FAQ”

Was bedeutet das Kürzel EL auf der Reifenflanke?

EL bedeutet „Extra Load“. Extra Load ist die Bezeichnung für Reifen, die mit einer erhöhten Tragfähigkeit ausgestattet sind.

Hat der Reifen eine Felgenschutzkante?

Nein. Die Reifen haben nur eine Gummilippe.

Hat der Reifen ein Schneeflockensymbol?

Ja, das Schneeflockensymbol ist auf der Reifenflanke gekennzeichnet. Desweiteren ist ein M+S Symbol drauf, das den Reifen für offiziell wintertaugliche erklärt.

Platz 7: Dunlop Winter Response

Der Dunlop Winter Response ist ein Winterreifen mit exzellentem Grip. Mit seiner souveränen Traktion macht dieser Reifen im Winter keine Kompromisse. Durch den reduzierten Rollwiderstand hat der Hersteller Dunlop mit dem Winter Response aber auch einen wirtschaftlichen Reifen konzipiert.

Der neu entwickelte Winterreifen richtet sich an Fahrzeuge der Kompakt- und Mittelklasse. Sein innovatives Profil sorgt für Sicherheit bei allen winterlichen Straßenverhältnissen. Mit seinem stabilen Verhalten macht der Dunlop Winter Response das Fahren zudem äußerst komfortabel.

Redaktionelle Einschätzung

Testergebnisse für Grip bei Schnee, Nässe und Trockenheit / Laufleistung und Verschleiß / Kraftstoffeinsparung / Notlaufeigenschaft / Abrollgeräusch

Bei den Ergebnissen des Dunlop Winter Response zeigt sich ein durchwachsenes Bild. Bei Nässe erreicht er die Bestnote im Test und auch bei Schnee macht der Winterreifen eine gute Figur. Bei trockener Strecke zeigt er sich aber relativ schwach, hier ist der Grip nicht der Beste und zeigt Zeichen von Aquaplanning.

Zu Verschleiß und der Laufleistung konnten wir leider keine Angaben finden.

Dass Winterreifen, wenn sie über den richtigen Luftdruck verfügen und recht leicht sind, wie der Dunlop Winter Response jede Menge Kraftstoff auch im Winter sparen kann, ist kein Ammenmärchen. Grund dafür ist der Rollwiderstand, der im Vergleich zu anderen Reifen anderer Hersteller den Kraftstoffverbrauch sinken lässt.

Experten geben an, dass man je nachdem welche Vergleichsreifen herangezogen werden, bis zu 3 Prozent Kraftstoffeinsparung auf 100 Kilometer durchaus realistisch sind. Dabei sind alle Reifenhersteller aufgrund der neuen Reifen-Richtlinien angehalten den Rollwiderstand ihrer Reifen weiter zu senken. Und das stellt die Hersteller vor kein nennenswertes Problem, so eben auch Dunlop nicht.

So hat man beim Winter Response außer dem Profildesign auch die Konstruktion des Reifens an sich ein bisschen verändert. Dank dieser reduziert sie die Verformung des Reifens beim Abrollen, wodurch ein geringer Rollwiderstand entsteht, der sich auf den Kraftstoffverbrauch positiv auswirkt. Dies führte zur Einstufung des Reifens in die Kraftstoffeffizienzklasse C.

Der Reifen ist auch mit keiner Runflateigenschaft ausgerüstet.

Der Messwert des externen Rollgeräuschs beträgt 69 dB. Dabei wurde dieser Reifen in die Klasse 1 eingestuft, was das externe Rollgeräusch betrifft.

Auswahl an Reifenmaßen / Fahrstil / Einsatzgebiete

Enttäuschend ist, dass der Dunlop Winter Response in mageren vier Breiten und drei Querschnittsgrößen erhältlich ist. Die Auswahl ist also ziemlich begrenzt. Die Maße belaufen sich von 155 mm bis 185 mm, was eher Kleinfahrzeugen entspricht.

Was letztlich das ausgesprochen gute Fahrverhalten bei Nässe bei diesem Reifen ausmacht, sind aber die typischen Dunlopprofil und dass der Reifen für Matsch und Schnee (M+S) ausgelegt ist. Der Reifen macht auch keine Kompromisse in Sachen Kurvenverhalten und Bodenhaftung.

Und auch für die gute Performance ist das Profildesign von Dunlop ausschlaggebend. Hervorzuheben sind vor allem die Lamellen im Schulterbereich, welche Dunlop bei diesem Reifen in schräger Position angeordnet hat.

Und die V-förmigen Profilblöcke (auch genannt „Reverse Snowguide“) in der Mitte von der Lauffläche des Reifens fangen den Schnee regelrecht in der Reifenmitte ein. Hierdurch verbessert sich die Traktion beim Anfahren und auch beim Bremsen. Einer sportiven Fahrweise steht also nichts im Weg.

Insbesondere das Fahren in winterlichen Verhältnissen besteht der Wintereifen mit Bravur. Durch die vielen Lammellen und tiefen Profilblöcke verhakt sich der Schnee besonders gut im Reifen beim Berg rauf- oder runterfahren. Flachland aber auch Bergregionen sind für den Dunlop Winter Response kein Problem.

Preis

Der Dunlop Winter Response überzeugt durch seinen fairen Preis.

Bei einer Breite von 195mm befindet sich der Reifen mit 45 Euro im mittleren Preissegment. Ein faires Angebot zumal es auch günstigerere Angebote von der Konkurrenz gibt.

Kundenbewertungen

98% aller Rezensenten vergaben fünf Sterne für den Dunlop Winter Response. Die restlichen 2% vergaben sehr gute vier Sterne. Das lässt sich sehen. Schauen wir uns mal die positive Kritik von den Käufern an.

Besonders herausgestochen haben folgende Punkte:

  • hohe Kraftstoffeinsparung
  • sehr leises Abrollgeräusch
  • fairer Preis

Es sieht so aus, als ob die Käufer genau das selbe sehen, wie der Test gezeigt hat. Es ist deutlich eine Kraftstoffeinsparung spürbar gegenüber „alten“ Winterreifen mit einer Profiltiefe unter vier Millimetern. Desweiteren loben die Kunden das leise externe Abrollgeräusch, die die Fahrt um einiges komfortabler macht.

Dies hat auch damit zu tun, dass sie bei 69 dB liegt, was ungefähr der Lautstärke eines Staubsaugers bei geschlossenen Türen entspricht. Zu guter letzt schlägt sich der Preis durch: Viele Rezessionen enthalten den Preis als absolutes Kaufkriterium. Nummer 2 waren dann die guten Testergebnisse, auf die sich viele verlassen.

“FAQ”

Bis wieviel mm darf ich den Reifen fahren?

Der Gesetzgeber schreibt vor, eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter zu haben. Experten raten aber von mindestens vier Millimetern, da bei 1,6 Millimetern gerade im Winter die Sicherheit nicht mehr zu 100% gewährleistet ist.

Auf welche Fahrzeuge passt der Dunlop Winter Response?

Das ist davon abhängig, was in dem Fahrzeugschein steht. Grundsätzlich passt er auf jedes Fahrzeug drauf, das die Breiten 155 mm, 165 mm, 175 mm, 185 mm hat.

Platz 8: Goodyear Vector 4Seasons

Wer keine Lust auf zwei Reifensätze (Sommerreifen im Sommer und Winterreifen im Winter), das lästige Reifenwechsel satt hat und auch ein noch wenig Geld sparen möchte, der ist bei diesem Artikel über den Goodyear Vector 4Seasons genau richtig.

Wir stellen den Goodyear Vector 4Seasons vor, einen Ganzjahresreifen, der laut Hersteller besten Grip bei Schmuddelwetter wie auch Eisglätte verspricht. In dem nachfolgenden Bericht erfährst du alle Eigenschaften zum Reifen.

Redaktionelle Einschätzung

Testergebnisse für Grip bei Schnee, Nässe und Trockenheit / Laufleistung und Verschleiß / Kraftstoffeinsparung / Notlaufeigenschaft / Abrollgeräusch

Beim Kauf von Ganzjahresreifen ist die Haftung eines der wichtigsten Kriterien, worauf man achten sollte. Sicherheit bei Schnee, Nässe und Trockenheit sollte gewährleistet sein.

In der Fahrpraxis bewies sich der Ganzjahrereifen als stabil. Auf trockener Fahrbahn bleibt er stabil und hält die Spurtreue. Lediglich bei nassem Untergrund gerät er leicht ins Schwanken. Je nach Witterungsverhältnisse kommt es einem vor, als würden die Reifen wie auf der Fahrbahn kleben.

Hier kann man sich aber einem kleinen Trick bei den Goodyear Vector 4Seasons Ganzjahresreifen behelfen, in dem man den Reifendruck ganz minimal um 0.2 Bar erhöht. Man merkt diese leichte Erhöhung des Reifendruck sofort im Fahrverhalten vom Goodyear Vector 4Seasons Ganzjahresreifen. Wobei man diesen Mangel, auch als Vorteil sehen kann. Den durch das kleben der Ganzjahresreifen, erhöht sich natürlich die Haftung.

AutoBild hat den Reifen auch auf Verschleiß und Laufleistung getestet. Beides hat überzeugt mit einer hohen Laufleistung und dementsprechend niedrigem Verschleiß.

Der Goodyear Vector 4Seasons überzeugt auch anhand technischer Fakten die auf dem Reifenlabel abzulesen sind:

  • Kraftstoffeffizenzklasse E
  • Nasshaftungsklasse E
  • Rollgeräuschklasse 2

Die Kraftstoffeffizienzklasse und Nasshaftungsklasse E sind beides gute Mittelfeldspieler. In diesem Preissegment (mehr dazu unten) kann man nicht mehr erwarten. Die Rollgeräuschklasse 2 die mit 69 dB zu hören ist, ist absolut akzeptabel.

Auch dieser Reifen besitzt keine Notlaufeigenschaften und ist daher kein Runflatreifen.

Erwähnenswert ist aber integrierter Felgenschutz, der den Reifen vor Beschädigungen speziell an Bordsteinkanten schützt.

Auswahl an Reifenmaßen / Fahrstil / Einsatzgebiete

Die Auswahl an Reifengrößen ist überschaulich: Acht Reifenbreiten und sechs Querschnittsgrößen bietet Goodyear an.

Der Goodyear Vector 4Seasons ist ein speziell gebauter Reifen für normale Fahrweise. Eine sportive Fahrweise ist durchaus möglich, bringt aber höheren Verschleiß mit sich und verliert an Spurstabilität.

Bei Fahren bei Schnee gab es die Note „befriedigend“. Der Grip könnte also besser sein. Daher ist dieser Reifen eher für mitteleuropäische Länder geeignet, wo nicht viel Schnee fällt.

Preis

Preislich überzeugt der Goodyear Vector 4Seasons auch. Bei einem Startpreis von 39 Euro für eine Reifenbreite von 155 mm, ist der Reifen ein wahres Schnäppchen. Hier stimmt auch das Preis-Leistungsverhältnis.

Außerdem lockt Goodyear immer wieder mit tollen Angeboten. Aktuell mit einem Gewinnspiel über ein Jahr kostenlos Tanken beim Kauf eines Satz Reifens.

Auch die Goodyear Vector Protector Card bietet Vorteile. Beim Kauf von vier Reifen gibt es ein Jahr lang kostenlosen Rundumschutz für deine Reifen. Dieser Rundumschutz deckt sämtliche Kosten im Rahmen von Beschaffung und Montage sowie die Kosten des Reifens selbst ab. Bei Diebstahl, Vandalismus, Aufprall auf der Bordsteinkante oder Beschädigung durch spitze Gegenstände auf der Straße. So spart man schon beim Kauf der Reifen in Zukunft liegende teure Situationen.

Kundenbewertungen

100% der Rezensenten vergaben fünf Sterne für den Goodyear Vector 4Seasons.

Besonders hervorgehoben wurden:

  • Guter Grip bei Nässe
  • Leise Abrollgeräusche
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • hohe Laufleistung

Entgegen der Ergebnisse der Testberichte waren sich alle Käufer einig, dass die Stabilität und der Grip bei Nässe außerordentlich gut war. Die leisen Abrollgeräusche wurden ebenfalls positiv empfunden. Auch nennenswert ist, dass ein Käufer (der anscheinend die letzten Generation an Goodyear Vector Reifen fuhr) einen deutlichen Unterschied in der Laufleistung und dem Spritverbrauch merkte.

Eine Laufleistung von ca. 34.000 Kilometern ist beachtlich, zumal der Reifen das ganze Jahr gefahren wird. Solche Bewertungen, die über mehrere Kilometer und Monate sogar bis mehrere Jahre gehen, helfen dem potenziellen Käufer besonders weiter, da Langzeiterfahrungen eine realistischere Einschätzung geben wie kurzfristige Erfahrungen.

“FAQ”

Halten die Reifen länger als Winterreifen?

Da dies Ganzjahresreifen sind, ist der Verschleiß höher als bei Winterreifen, da sie das ganze Jahr über gefahren werden. Der Verschleiß ist aber auch von anderen Faktoren abhängig. Je nachdem wie gefahren wird (sportlich oder umsichtig), wie die Straßenbeschaffenheit ist, welche Temperaturen herrschen etc. kann der Verschleiß maßgeblich variieren.

Sind die Reifen laut?

Nein. Bei einem externen Abrollgeräusch von 69 dB ist der Goodyear Vector 4Seasons einer der leisten Ganzjahresreifen.

Haben die Reifen einen Reifendrucksensor?

Nein. Grundsätzlich habe nur die Felgen einen Sensor, nicht die Reifen.

Haben die Reifen eine M+S- und Schneeflockenkennzeichnung 

Ja, die Reifen sind alle mit einer M+S Kennzeichnung und einer Schneeflocke beschriftet. Sie sind also wintertauglich und entsprechen der deutschen Straßenverkehrsordnung bei winterlichen Verhältnissen.

Sind die Goodyear Vector 4Seasons Runflatreifen?

Nein, es sind keine Runflatreifen und besitzen daher auch keine Notlaufeigenschaften.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Winterreifen  kaufst

Warum brauche ich Winterreifen?

Eis, Schnee und Matsch bergen Gefahren, die selbst von erfahrenen Autofahrern oft unterschätzt werden. Wo Sommerreifen an ihre Grenzen kommen, leisten Winterreifen die notwendige Unterstützung. Winterreifen greifen dank ihrer speziellen Lammelierung und Profil den Schnee besser. Die nötige Vorsicht und die richtige Bereifung – allein aus Sicht der eigenen Sicherheit – sind im Winter ein Muss.

Aber auch versicherungstechnisch muss beachtet werden, dass im Falle eines Unfalls der Fahrer mit falscher Bereifung den Versicherungsschutz riskiert, da hier von grober Fahrlässigkeit ausgegangen wird.

Was ist der Unterschied zwischen Sommerreifen und Winterreifen und wie funktionieren Winterreifen?

Beide Reifenarten unterscheiden sich hauptsächlich in drei Eigenschaften: Der Gummimischung, dem Profil und der Lammelierung.

Sommerreifen werden höheren Temperaturen ausgesetzt und sind somit härter. Ihr Profil ist so ausgerichtet, dass Wasser einfach verdrängt werden kann.

Winterreifen dagegen müssen niedrige Temperaturen aushalten und bedarf daher einer weicheren Gummimischung. Diese Mischung besteht hauptsächlich aus Kautschuk und Silicia. Durch ihre weiche Oberfläche haftet der Reifen bei niedrigen Temperaturen besser am Boden und gibt besonders in Kurven guten Halt.

Das Profil eines Winterreifens zeichnet sich durch besonders tiefe und breite Rillen aus. Während bei Sommerreifen die Rillen schmal sind, um das Wasser möglichst gut verdrängen zu können, setzt sich in den Rillen der Winterreifen der Schnee fest. Da Schnee auf Schnee am besten haftet, drückt sich dieser in die Rillen so fest, dass so der Grip verstärkt und das Fahrzeug besser vorangetrieben werden kann.

Darüber hinaus haben Winterpneus unzählige feine, meist zackenförmige Einschnitte im Profil, in denen sich der Schnee „verbeißt“. Durch das Verkanten der Lammelen in den Schnee, sorgen die Reifen ebenfalls für optimalen Grip.

Winterreifen besitzen Lamellen, die Sommerreifen nicht haben. Auf verschneiten oder glatten Fahrbahnen verhaken sie sich, um den Grip beim Bremsen und Wenden zu verbessern.

Wann müssen die Winterreifen ersetzt werden?

Neue Winterreifen bieten acht bis neuen Millimeter Profil. Aber auch die gründlichste Wartung und Pflege kann nicht die Winterreifen vor ihrer natürlichen Verschleißgrenze schützen. Sind die Profilrillen bei 1,6 Millimeter angekommen, ist es Zeit für neue Winterreifen – zumindest laut aktueller Straßenverkehrsordnung.

Der ADAC rät allerdings, bereits bei einer Profiltiefe von vier Millimeter die Reifen zu wechseln, da die Haftung ab hier bereits deutlich abnimmt. Hat man kein Lineal zur Hand, kann man dies einfach mit einer 1-Euro-Münze messen: Der goldene Rand auf der Münze ist drei Millimeter dick. Steckt man die Münze in die Vertiefung des Profils und der goldene Rand verschwindet, hat man noch genug Profil.

Aber nicht nur die Profiltiefe ist ausschlaggebend – die Winterräder sollten bei jedem Wechsel auf Beschädigungen untersucht werden. Besonders die Seitenwände sind oft wegen Anfahren von Bordsteinkanten betroffen. In dem Fall, dass nur zwei Reifen erneuert werden müssen, sollte man darauf achten, dass die neuen Reifen auf der Hinterachse montiert werden, da dies eine bessere Traktion und Spurstabilität garantiert.

Schließlich ist das Alter der Reifen auch nennenswert, denn selbst wenn die Profiltiefe noch ausreicht- ein alter Reifen altert auch ohne das man ihn fährt. Die Jahre können den Reifen spröde werden lassen und das Risiko eines Reifenschadens steigt. Nach sechs Jahren sollten neue Reifen her.

Gibt es länderspezifische Regelungen zu Winterreifen?

In Europa haben alle Länder ihre eigenen Regeln wenn es um die Winterreifenpflicht geht. Wer also einen Winterurlaub in einem der Nachbarländer plant, sollte sich vorher schon mit den Regeln vertraut machen.

In Deutschland herrscht situative Winterreifenpflicht. Das bedeutet, das „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ vorherrschen muss (§ 2 Absatz 3a StVO) und die Verwendung von M+S Reifen erforderlich ist. Weit verbreitet ist die „O-bis-O-Regel“ (Oktober bis Ostern), die zur Orientierung dient, jedoch nicht offiziell festgelegt ist. Auch eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm schreibt der Gesetzgeber vor.

Weitere Länder siehst du hier zusammengefasst:

Österreich
Für PKWs und Busse (Gewicht ≤ 3,5 Tonnen) gilt auch in Österreich zwischen 1. November und 15. April die situative Winterreifenpflicht. Die Profiltiefe sollte dabei nicht weniger als 4 Millimeter betragen. Als Alternative sind Schneeketten an mindestens zwei Antriebsrädern zulässig. Bei Missachtung der Pflicht können bis zu 5000 Euro Bußgeld fällig werden.
Schweiz
Keine Winterreifenpflicht, dennoch aufgrund der geografischen Lage sehr zu empfehlen. Sollte esaber bei ungeeigneter Bereifung zu Verkehrsbehinderung kommen, ist mit Geldstrafen zu rechnen.
Italien
Keine generelle Winterreifenpflicht. Streckenweise können in manchen Regionen Winterreifen oder Schneeketten mittels Verkehrsschilder vorgeschrieben werden. Im Aost-Tal hingegen müssen zwischen dem 15. Oktober und dem 15. April des Folgejahres Winterpneus montiert sein.
Frankreich
Keine generell Winterreifenpflicht, aber können kurzfristig – vor allem im Gebirge – verordnet werden. Alternativ dürfen Schneeketten eingesetzt werden.
Belgien
Keine Winterreifenpflicht, da aber in den Wintermonaten in allen Regionen mit Schnee zu rechnen ist, sind Winterreifen mit mindestens „M+S“-Bereifung empfehlenswert. Spikes sind nur vom 1. November bis 31. März gestattet.
Niederlande
Keine Winterreifenpflicht. Einsatz von Schneeketten und Spikes ist verboten.
Polen
Keine Winterreifenpflicht, wird aber dringend empfohlen, da die Straßen kaum geräumt und gesträut sind. Spikesbereifung ist verboten.
Tschechien
Hier sind Winterreifen vom 1. November bis 31. März für alle Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen verpflichtend. Die Mindestprofiltiefe beträgt 4 Millimeter.
Dänemark
Keine Winterreifenpflicht. Einsatz von Schneeketten und Spikes ist nur vom 1. November bis 15. April gestattet.
Luxemburg
Hier gilt ebenfalls situative Winterreifenpflicht für Glatteis, Schneematsch und Glätte auf Grund von Schnee, Eis oder Raureif. Spikes sind nur vom 1. Dezember bis 31. März erlaubt.

WUSSTEN SIE SCHON? #Kennzeichnung von Winterreifen ab Produktionsdatum 01.01.2018 nur noch durch das "ALPINE"-Symbol. Bislang reichte in Deutschland auch das #M+S-Zeichen auf dem Reifen, um der situativen #Winterreifenpflicht zu genügen. Für Reifen, die seit 1. Januar 2018 produziert wurden, gilt jetzt: Nur noch mit dem "Alpine"-Zeichen entsprechen sie bei winterlichen Straßenverhältnissen den Vorschriften der #Straßenverkehrsordnung. Für Reifen, die vor diesem Stichtag produziert wurden, gibt es aber noch eine lange Übergangsfrist: Selbst, wenn sie nur das M+S-Zeichen tragen, dürfen sie noch bis zum 30. September 2024 auch bei #winterlichen Straßenverhältnissen gefahren werden. Die meisten Winter- und #Ganzjahresreifen der bekannten Marken tragen jedoch ohnehin bereits seit Jahren sowohl das M+S-Zeichen als auch das "Alpine"-Symbol. Der Hintergrund der neuen Regel: Die Kennzeichnung mit dem "Alpine"-Symbol ist deshalb von Bedeutung, weil nur diese #Reifen bei einem Bremstest auf Schnee ihre Qualität unter Beweis stellen müssen. Das "M+S"-Symbol ist hingegen keine geschützte Bezeichnung. Bei #Fragen zum #Führerschein oder #Straßenverkehr freuen wir uns, euch in unseren Fahrschulen in Böbing und Peißenberg begrüßen zu dürfen. Euer #Team der #Fahrschule #Metzner

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Wohin mit den alten Winterreifen?

Ist es an der Zeit neue Winterpneus zu kaufen, müssen die alten entsorgt werden. Der Hausmüll ist keine Alternative, denn Reifen bestehen nicht (nur) aus Gummi, sondern aus vielen verschiedenen High-Tech-Teilen, die eine fachgerechte Entsorgung verlangen.

Eine Möglichkeit ist, die Reifen bei Unternehmen abzugeben, die sich auf Reifenentsorgung spezialisiert haben. Der Vorteil hierbei ist, dass die Reifen recycelt werden oder bei noch vorhandener Profiltiefe ins Ausland exportiert werden.

Auch der Reifenhändler oder die Autowerkstatt des Vertrauens nimmt in der Regel (gratis oder gegen eine kleine Gebühr) die alten Winterreifen entgegen. Oft kann dies mit dem Kauf neuer Winterreifen verbunden werden.

Eine weitere Alternative sind Bauhöfe, auf denen nicht nur Sperrmüll sondern auch Ihre alten Winterräder entsorgt werden können. Meist wird eine geringe Gebühr verlangt, dafür werden aber die Winterreifen umweltgerecht und unter strengen gesetzlichen Vorlagen entsorgt oder sogar recycelt.

Eine ganz klassische Methode ist der private Weiterverkauf. Winterreifen, die noch mindestens drei Millimeter Profil haben und nicht älter als fünf Jahre sind, können in der Regel erfolgreich über Ebay Kleinanzeigen verkauft werden.

Alte Winterreifen können aber auch als Ganzes wiederverwendet werden. Beispielsweise freuen sich Kindergärten über jede Spende; auch über Winterreifen, die als Stopper für Wippen bestens geeignet sind.

Winterreifen

Sommer- und Winterreifen müssen sehr verschiedene Anforderungen erfüllen. Insbesondere das Reifenprofil ist für die Funktionstüchtigkeit entscheidend. (Foto: ASSY / Pixabay.com)

Was kosten Winterreifen?

Je nach Hersteller, Qualität und Anforderungen fallen die Preise für Winterräder unterschiedlich aus. Von günstigen 50 Euro pro Reifen (200 Euro für einen Satz) bis hin zu teuren 450 Euro pro Reifen (1800 Euro für einen Satz) ist alles geboten.

Zusätzlich muss seit dem 1. November 2014 jedes neu zugelassene Fahrzeug mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet sein. So kann schnell mal ein Winterradsatz mit Stahlfelgen und Sensoren statt rund 600 Euro schnell über 1.000 Euro kosten.

Für welche Preiskategorie man sich letztendlich entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Oft hilft schon eine Abwägung zwischen der Laufleistung, dem Alter des Fahrzeuges und der Dicke des Geldbeutels. Dennoch ist der wichtigste Faktor die Sicherheit.

Michelin CrossClimate

Gerade im Winter zählt jeder Millimeter. Genau daran hat Continental gearbeitet. Die Innenschulter wurde mit höheren Winkeln und einem geringeren Lamellenabstand gearbeitet.

Wo kann ich Winterreifen kaufen?

Winterpneus findet man heute nicht nur beim Autohändler des Vertrauens, sondern auch im Reifenfachhandel oder bei Unternehmen, die sich auf Autoservice spezialisiert haben. Da es die Reifen in vielen verschiedenen Ausführungen gibt, sind oft nicht alle auf Lager. Daher empfehlen wir Dir, deinen Wunschreifen auf Filialverfügbarkeit zu prüfen.

Zu Zeiten des Internets präsentieren sich Winterreifen auch in diversen Onlineshops, wo eine größere Auswahl angeboten wird. Auch preislich sind diese oft niedriger angesetzt als beim Fachhandel vor Ort.

Winterreifen sind zu finden bei:

  • Ebay
  • Amazon
  • Reifendirekt.de
  • Reifen.com
  • ATU
  • etc.

Beachte, dass die meisten Winterreifen ohne Felgen verkauft werden, auch wenn diese auf dem Foto abgebildet sind.

Kann ich Winterreifen auch mieten?

Ja. Heutzutage muss jedes Produkt auf den Konsumenten individuell zugeschnitten sein – so zumindest aus den Augen der Konsumenten. Deshalb bieten immer mehr Unternehmen Winterreifen zur Miete an. Praktisch, wenn man in den Winterurlaub fährt oder alle zwei Jahre sich ein neues Fahrzeug anschafft – man zahlt nur den tatsächlichen Gebrauch.

Der Vorteil liegt darin, dass man sich die hohen Anschaffungskosten spart und der Dienstleister mit einer hohen Profiltiefe maximale Sicherheit garantiert. Auch die Lagerung der Reifen entfällt.

Winterreifen im Schnee

Bei schönen Winterreifen machen sich oftmals auch ansehliche Felgen sehr gut. (Foto: qimono / Pixabay.com)

Entscheidung: Welche Arten von Winterreifen gibt es und welche sind die richtigen für dich?

Grundsätzlich sind Winterräder – wie der Name schon sagt – im Winter zu fahren. Doch der Winter ist je nach Region und Laune der Natur mal eisig, mal matschig, mal bringt er tonnenweise Schnee, mal nur ein bisschen Frost oder mal nur kalt. Doch welcher Reifen ist für welches Wetter geeignet?

Folgende Arten von Reifen kommen für den Winter in Frage:

  • Winterreifen und
  • Ganzjahresreifen

Was sind Winterreifen und welche Vorteile und Nachteile haben sie?

Schnee, Eis, Matsch und alles unter 7 Grad Celsius. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass bei diesen Wetterbedingungen das Fahrzeug mit Winterrädern zu bestücken ist. Theoretisch muss auf der Flanke jedes Winterreifens ein „M+S“ stehen, dennoch ist dies kein Garant für optimale Sicherheit auf der Straße, denn die Kennzeichnung ist nicht geschützt und es gibt kein Gesetz, welches die Testung von Winterpneus vorschreibt.

Vorteile

  • Starker Grip insbesondere bei Schnee und Glätte
  • Greift bereits ab 7 Grad Celsius ein
  • Gummimischung temperaturunempfindlich

Nachteile

  • Bei wärmeren Temperaturen schlechterer Grip
  • Lautes Abrollen
  • Im Durchschnitt mehr Kraftstoffverbrauch

Daher ist es wichtig, auf die zusätzliche Kennzeichnung „3PMSF“ zu achten. Ziert solch ein Logo den Reifen, weiß man, dass strenge Tests im Vorfeld durchgeführt worden sind und somit auch bei hohem Schneeaufkommen die Leistungsfähigkeit garantiert ist.

Dasselbe gilt auch für die Schneeflocke (Alpinesymbol). Diese Winterräder sind für die Stadt, das Umland aber auch für niedrigere Bergregionen geeignet. Viele Hersteller bieten diesen Winterreifentyp an.

Was sind Ganzjahresreifen und welche Vorteile und Nachteile haben sie?

Diese Reifen sind ein Mix aus Sommer- und Winterreifen und eine gute Möglichkeit, sich den lästigen Reifenwechsel zu sparen. Durch zwei unterschiedliche Rillenanordnungen, oft durch eine Seite für die kalten und die andere Seite für die warmen Monate, soll der Reifen bei sommerlichen und winterlichen Bedingungen für den nötigen Halt sorgen.

Gerade für die Übergangszeit sind sie eine gute Alternative zu Winterrädern, sind aber für Regionen mit starkem Schneefall nicht geeignet, da sie nicht an die Leistung herankommen wie richtige Winterreifen. Ganzjahresreifen eignen sich sehr gut für südlichere Länder in Europa, wo die Temperaturschwankungen nicht allzu groß sind.

Vorteile

  • Vereinen Sommer- und Winterreifen in einem Reifen
  • Reifenwechseln und Lagerung entfallen
  • Kostenersparnis durch nur einen Satz Reifen

Nachteile

  • Nicht für starke Temperaturschwankungen geeignet
  • Schnellerer Verschleiß durch ständigen Gebrauch

Wer sich für Ganzjahresreifen entscheidet, sollte darauf achten, dass sie mindestens mit dem „M+S“-Logo gekennzeichnet sind, da dies die Straßenverordnung vorschreibt.

Wenn du dir die Anschaffungs- und Lagerkosten für einen doppelten Reifensatz sparen möchtest, kannst du einfach zu Ganzjahresreifen greifen. Diese eigenen sie sich vor allem für Wenigfahrer.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Winterreifen vergleichen und bewerten

Dieser Abschnitt hilft Dir dabei, deine Kaufkriterien speziell auf dein Fahrzeug und deine Bedürfnisse auszurichten.

Dabei handelt es sich um:

  • Reifenmaße
  • Preis
  • Testergebnisse
  • Grip bei Schnee, Nässe und Trockenheit
  • Kooperationspartnerschaft
  • Laufleistung und Verschleiß
  • Kraftstoffeinsparung
  • Notlaufeigenschaft
  • Abrollgeräusch
  • Fahrstil
  • Einsatzgebiete

Reifenmaße

Dieses Kriterium ist als erstes zu erwähnen, da es die Auswahloptionen einschränkt.

Welche Reifen zulässig sind für dein Auto, steht im Fahrzeugschein und -brief unter der Ziffer 20 bis 23. Unter der Ziffer 33 ist u.a. die Winterbereifung aufgelistet. Diese Angaben sind gesetzlich vorgeschrieben und einzuhalten.

Wichtig ist, dass bei Winter- und Ganzjahresreifen die Angaben wie der Lastindex (wie schwer darf ich mein Fahrzeug bei diesen Reifen beladen?) und der Geschwindigkeitsindex (wie schnell darf ich maximal mit diesen Reifen fahren?) beachtet werden.

Steht beispielsweise bei den Sommerreifen ein Geschwindigkeitsindex von V, dürfen Winterreifen auch mit einem kleineren Geschwindigkeitsindex (z.B. H) fahren. Der Index stellt lediglich das Maximum dar.

Dennoch ist unter Umständen möglich, eine andere Rad-/Reifenkombination zu montieren. Die meisten Hersteller geben Auskunft darüber, welche Kombinationen zulässig sind, die nicht im Fahrzeugschein stehen. Meist geht es dabei aber um Felgenkombinationen, die durch eine ABE (= Allgemeine Betriebserlaubnis) bescheinigt werden muss.

Fazit: Wenn es um die Reifenmaße und deren gesetzlich vorgeschriebenen Angaben geht, ist hier mit Einschränkungen zu rechnen. Vergleiche kann man aber dann innerhalb der vorgeschriebenen Reifen machen.

Preis

Das wohl wichtigste Kaufkriterium für alle Produkte ist bekanntlich der Preis und das ist bei Winterreifen nicht anders. 62 Prozent der Befragten entscheiden sich in erster Linie auf Grund des Anschaffungspreises für die von ihnen gewählten Winterreifen. Da hilft nur: Vergleichen. Bevor du dich für neue Winterreifen entscheidest, solltest du dich bei mehreren Herstellern nach deren Preise und Leistungen erkundigen.

Wer besonders viel sparen will, kauft Winterreifen antizyklisch. Das bedeutet, dass Winterreifen im Sommer oftmals günstiger sind als im Winter, da die Nachfrage sehr niedrig ist.

Testergebnisse

Wer nicht die Zeit für langes Recherchieren hat, der sollte einen Blick in Fachzeitschriften für Automobile werfen.

Dort findet man oft zu Beginn der Wintersaison unabhängige Reifentests vom Fachmagazin selber oder von einem Automobilclub aufgelistet. Meistens erstrecken sich diese Test auf mehrere Seiten und werden am Ende oft in Tabellen kompakt zusammengefasst, die bei der Entscheidung weiterhelfen.

Eines der bekanntesten Automagazine ist die AutoMotorSport. Gerade wer noch keine Erfahrung mit Winterreifen hat und nicht weiß, worauf es ankommt, ist mit solchen Testergebnissen gut geholfen.

Sicherheit

Wer bei Schnee, Matsch und Eis mit dem Auto unterwegs ist, muss sich darauf verlassen können, dass die Winterreifen auch den nötigen Halt geben. Sicherheit ist wohl das Zweitwichtigste Kriterium nach dem Preis.

Winterreifen, die in der Kurve standhalten oder bei einer Vollbremsung einen möglichst kurzen Bremsweg haben – darauf kommt es letztendlich an. Und hier lassen sich die Unterschiede zwischen Winter- und Sommerreifen am besten darstellen:

Tests haben gezeigt, dass ein mit Sommerreifen bestückter PKW aus nur 50 km/h erst nach 43 Metern zum Stehen kommt, während bei aufgezogenen Winterreifen 35 Meter zum Anhalten ausreichen.

Im Ernstfall schlägt in diesem Vergleich der mit Sommerreifen bestückte Wagen noch mit respektablen 22 km/h auf ein Hindernis auf, während das Fahrzeug mit Winterreifen sicher und unbeschadet an diesem Punkt bereits zum Stehen kam.

Michelin Alpin 5

-Im Sommer: Bremst auf trockener Straße wie ein Sommerreifen – Bietet exzellente Haftung auf nasser Fahrbahn, sowohl im Sommer als auch im Winter – Im Winter: zugelassen für den Einsatz auf Schnee

Kooperationspartnerschaft

Viele Reifenhersteller gehen eine Kooperation mit Automobilclubs ein. Ein großer Vorteil für Kunden, die Mitglied solcher sind, denn oftmals warten Rabatte auf sich.

Wer sich nicht sicher ist, ob sein Automobilclub mit Reifenherstellern kooperiert, fragt einfach nach. Der Kundenservice gibt gerne Auskunft darüber.

Die Onlineshop Tirendo.de bietet beispielsweise für ADAC-Mitglieder einen Rabatt in Höhe von 3% an. Oft ist dazu nur die Mitgliedsnummer nötig. Wer sich zusätzlich noch zum Newsletter anmeldet, staubt oft weitere Prozente ab, da Neukunden damit angelockt werden.

Laufleistung und Verschleiß

Je nachdem wie viel du unterwegs bist, können Laufleistung und Verschleiß entscheidende Faktoren für dich sein. Vielfahrer sind besonders auf Winterreifen angewiesen, deren Laufleistung sehr hoch ist. Durch die permanente Belastung der Reifen ist eine schnellere Abnutzung sicher.

Grundsätzlich verschleißen Winterreifen wegen ihrer weicheren Gummimischung schneller als Sommerreifen. Doch wie schnell ein Reifen verschleißt, hängt nicht nur vom Material ab, sondern auch wie mit den Winterreifen umgegangen wird.

Mit Winterreifen im Sommer zu fahren, ist eines der größten Fehler die du machen kannst. Die Gummimischung ist nicht auf warme Temperaturen ausgerichtet – sie dehnt sich aus und wird weich – was die Folge hat, dass die Reifen fast schon auf der Straße kleben. Die bewirkt eine enormen Verschleiß der Reifen, die Reifen nutzen schneller ab wegen der daraus folgenden geringen Profiltiefe.

Aber auch falscher Luftdruck, falsche Lagerung, hohe Last, rasanter Fahrstil und schlechte Straßenbeschaffenheit verkürzen die Reifen Lebenszeit zusätzlich. Mit speziellen Reifen für hohe Laufleistung entwickelt, hast du mehr von deinem Geld. Michelin hat sich beispielsweise auf eine hohe Langlebigkeit spezialisiert und wirbt mit 8.000 km mehr Laufleistung als seine Konkurrenten.

Wichtig ist, die Reifen regelmäßig auf Alter, Profiltiefe und Beschädigungen zu überprüfen. Nur dann ist eine größtmögliche Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet.

Kraftstoffeinsparung

Mit den richtigen Reifen lässt sich auch der ein oder andere Euro sparen. Deshalb lohnt es sich, nach Reifen Ausschau zu halten, die speziell dafür entwickelt worden sind, Kraftstoff einzusparen.

Reifen mit Kraftstoffeinsparungspotenzial haben eine spezielles Profil, welches die Wärmeentwicklung auf der Lauffläche reduziert. Ein zu heißer Reifen verliert an Form und erhöht somit den Rollwiderstand. Spezielle Reifen wirken dem entgegen. Sogenannte Kraftstoffeffizienzklassen sind auf dem EU-Reifenlabel aufgeführt.

Diese gehen von Klasse G mit der geringsten Einsparung bis zu Klasse A – der größten Effizienz. Die Kraftstoffeinsparung hängt aber grundsätzlich vom Fahrzeug und den Fahrbedingungen ab. Bei einer Komplettausstattung des Fahrzeugs mit Reifen der Klasse A im Vergleich zur Klasse G ist eine Verbrauchsminderung von bis zu 7,5%* möglich. Bei Nutzfahrzeugen kann sie sogar höher liegen.

Notlaufeigenschaft

Liegenbleiben mit einer Reifenpanne ist unangenehm. Mit Runflat-Reifen kann man das weitgehend vermeiden, weil sie eine (eingeschränkte) Weiterfahrt ermöglichen. Die Vorteile dieser Modelle liegen also auf der Hand: kein Reifenwechsel oder notdürftige Reifenreparatur auf dem Standstreifen notwendig. Wer viel Off-Road fährt, sollte sich überlegen, einen Winterreifen zu beschaffen, der Notlaufeigenschaften hat.

Runflatreifen funktionieren dank ihrer selbsttragenden und verstärkten Seitenwände. Im Falle einer Beschädigung des Reifen, stützen die Seitenwände den Reifen und lassen das Fahrzeug bei einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h weiterfahren.

Doch Runflatreifen bringen auch Nachteile mit sich: Zum einen lastet auf einem Reifen ohne Luft mehr Gewicht, bis zu 0,3 Kilogramm. Je leichter der Fahrzeug bepackt ist, desto besser in dieser Situation. Als zweiten Punkt ist der Preis zu nennen: Weil Runflatreifen in Pannenfällen die nötige Sicherheit und den Komfort bieten, sind diese in deren Anschaffung teurer als Reifen ohne Notlaufeigenschaften.

Abrollgeräusch

Nicht nur der Motor eines Fahrzeugs, auch die Reifen geben Geräusche ab. Die Geräuschemission der Reifen beeinflusst nicht nur den Komfort beim Fahren, sondern auch die Geräuschbelastung der Umwelt. Daher wird der Wert des externen Abrollgeräusches eines Reifens im EU-Reifenlabel aufgeführt.

Die Lautstärke des Reifen-Geräusches wird auf dem Label in Dezibel und in Form von ein bis drei Schallwellen angegeben. Eine Schallwelle bedeutet, dass der Reifen das niedrigste Geräuschniveau hat. Bei Pkw-Reifen liegt dieser zwischen 67 und 71 Dezibel. Die Spanne der Geräuschklassen ergibt sich aus der unterschiedlichen Reifenbreite.

Während beispielsweise 67 Dezibel sich auf schmale Reifen beziehen, gelten die 71 Dezibel für breite. Der höchste Geräuschpegel liegt bei Pkws zwischen 72 und 76 Dezibel und wird mit drei Schallwellen dargestellt. Laut Expertenmeinungen wird bereits ein Unterschied von 1-2 Dezibel vom menschlichen Gehör wahrgenommen.

Fahrstil

Auch nach Fahrstil kann man Winterreifen unterscheiden.

Wer eher sportlicher fährt, entscheidet sich für die sportive Variante. Diese zeichnen sich durch eine verbesserte Haftung auf dem Boden und eine optimale Lenkkontrolle aus. Diese wirken sich bei Beschleunigen, Kurvenfahrten und Bremsen besser aus wie „normale“ Winterreifen. Auch die Langlebigkeit der Reifen ist hier ein wichtiges Merkmal, denn durch sportive Fahrweise nutzen sich die Reifen schneller ab.

Einsatzgebiete

Ob Winterreifen oder Ganzjahresreifen – das hängt immer von der winterlichen Situation bzw. der Region ab, in der man lebt oder fahren will.

Lebt man in einer Gegend, wo regelmäßig Schnee fällt und Eis herrscht, sind Winterreifen nötig. Für Ganzjahresreifen entscheidet man sich eher dann, wenn nicht härteste Winterbedingungen herrschen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Winterräder

Wie schnell darf ich mit meinen Winterreifen fahren?

Der sogenannte Geschwindigkeitsindex gibt an, wie schnell mit dem Autoreifen gefahren werden darf. Das ist in der Regel der letzte Buchstabe der Reifenkennzeichnung, die man auf der Flanke des Reifens oder im Fahrzeugschein findet.

Folgende Tabelle stellt die verschiedenen Geschwindigkeitsindexe übersichtlich dar:

Klasse Höchstgeschwindigkeit in km/h
G bis 90 km/h
J bis 100 km/h
L bis 120 km/h
M bis 130 km/h
N bis 140 km/h
P bis 150 km/h
Q bis 160 km/h
R bis 170 km/h
S bis 180 km/h
T bis 190 km/h
H bis 210 km/h
V bis 240 km/h
VR über 210 km/h
W bis 270 km/h
ZR über 240 km/h
ZR +Y bis 300 km/h

Beispiel: Ein V-Reifen darf bis 240 Stundenkilometer, ein Reifen mit W-Index sogar bis 270 km/h gefahren werden.

Ist der Geschwindigkeitsindex höher als der Wert im Fahrzeugschein, ist das kein Problem.

Man darf also einen V-Reifen (240 km/h) fahren, wenn im Fahrzeugschein ein H-Reifen (210 km/h) eingetragen ist.
Ist der Geschwindigkeitsindex niedriger als eingetragen, darf der Reifen nicht gefahren werden.

Bei Winterreifen gibt es jedoch eine Ausnahme:

Hier dürfen M+S Reifen mit niedrigerer Höchstgeschwindigkeit gefahren werden, als im Fahrzeugschein angegeben. Dafür muss ein Aufkleber mit der maximalen Geschwindigkeit des M+S Reifens auf der Frontscheibe angebracht werden. Die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit ist wohl selbstverständlich.

Den Geschwindigkeitsindex kann man aber auch berechnen:

Wenn der Autohersteller im Fahrzeugschein einen Reifen mit deutlich höherem Geschwindigkeitsindex fordert, als das Fahrzeug laut Papieren überhaupt schafft, darf ein Autoreifen mit kleinerem Geschwindigkeitsindex gefahren werden.

Dazu wird folgende Formel angewendet: Mindestanforderung an den Reifen = Höchstgeschwindigkeit + 6,5 km/h + 0,01 x Höchstgeschwindigkeit

Beispiel: Das Auto hat laut Fahrzeugschein eine Höchstgeschwindigkeit von 188 km/h. Der Hersteller schreibt Reifen mit V-Index vor.
Mindestanforderung = (188 + 6,5) + (0,01 x 188) = 194,5 + 1,88 = 196,38.
Damit könnte also theoretisch auch ein U-Reifen gefahren werden; mit einem H-Reifen (210 km/h) ist man in jedem Fall auf der sicheren Seite und spart Geld.

Mit welcher Konsequenz muss ich bei Nichtbeachtung der Winterreifenpflicht rechnen?

Wie bereits erwähnt herrscht in Deutschland situative Winterreifenpflicht. Wer also bei Schnee mit Sommerreifen unterwegs ist, zahlt laut aktuellem Bußgeldkatalog 60 Euro und kassiert einen Punkt in Flensburg. Bei einem Unfall sogar 120 Euro.

Wichtig ist bei Einreise in andere Länder, die Regeln dieser im Vorfeld zu kennen. In Österreich kostet ein Verstoß 35 Euro, bei Gefährdung sind sogar bis zu 5.000 Euro fällig!

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.auto-die-populaersten-winterreifen-irrtuemer.16ac26ff-edf7-4a46-9fbd-1f88170ceacb.html


[2] http://www.kn-online.de/News/Aus-der-Welt/Nachrichten-Aus-der-Welt/Das-muessen-Sie-ueber-Winterreifen-wissen

Bildquelle: 123rf.com / Sergii Baranov

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